Windenergie – SF6 ist kein Problem der Windräder

Die Behauptung, dass Windkraftanlagen giftiges Schwefelhexaflourid SF6 freisetzen ist falsch

  • SF6 ist ein sehr geeignetes Isoliermittel für Schaltanlagen, steckt nicht nur in den Schaltanlagen von WEA, sondern in vielen anderen installierten Mittelspannungsschaltanlagen – im Prinzip überall dort, wo Strom verteilt wird.
  • Bei Wartungsarbeiten können sehr geringe Mengen dieses Treibhausgases in die Atmosphäre gelangen, bei einer Mittelspannungsanlage pro Jahr rund 0,1 % der verwendeten SF6-Menge.
  • Mittlerweile bieten Hersteller für alle Spannungsbereiche, auch für Windenergie, SF6-freie Anlagen an.
  • Für öffentliche Bauten in Deutschland bereits jetzt die bevorzugte Beschaffung SF6-freier Mittelspannungsschaltanlagen vorgeschrieben.
  • Die EU-Verordnung 2024/573 über fluorierte Treibhausgase verbietet (mit wenigen Ausnahmen) zudem ab dem Jahr 2035 die Verwendung von SF6 für die Instandhaltung oder Wartung elektrischer Schaltanlagen. Die Verordnung ist am 11. März 2024 in Kraft getreten.

aus: https://www.energieatlas.bayern.de/erneuerbare-energien/windenergie/wissen/emissionen#emittieren-windenergieanlagen-das-klimaschaedliche-sf6-gas

.

Die Maßnahmen zeigen Wirkung: die nachfolgende Grafik zeigt, wie die emittierten Mengen an SF6 kontinuierlich sinken. In neuen Windkraftanlagen ist kein SF6 mehr vorhanden.

aus: https://www.wind-energie.de/fileadmin/redaktion/dokumente/Aktuelles/Faktenchecks/20220825_-_BWE-Faktencheck_SF6.pdf