Wärmewende – Ergebnisse Abschlussbericht in Kürze

Der im März 2026 vorgelegte Abschlussbericht kann knapp wie folgt zusammengefasst werden:

Wärmeenergiebedarf: unsere Stadt verbraucht für die Wärmegwinnung 96.544 MWh

Wärmeenergieverbrauch pro Person: bei 9262 Einwohner zum Stichtag lag der durchschnittliche Verprauch pro Person bei 10,6 MWh

Energieträger sind 83% Erdgas, 10% Erdöl, 5% Wärmepumpenstrom und 2% Heizstrom (vorw. Nachspeicheröfen); Biomasse ist minimal; in Obernburg dominiert Erdgas, in Eisenbach ist der Anteil an Ölheizungen hoch.

Verbraucher (Sektoren) sind 75% Haushalte, 20% GHD (Gewerbe, Handel, Dienstleistungen) und 5% kommunale Einrichtungen

Gebäudeanzahl und -alter: 2.691 beheizte Gebäude gibt es in unserer Stadt; 2.543 hiervon sind Wohngebäude, der Rest 148 von GHD. Die Wohngebäude teilen sich nahezu gleich auf in Einfamilienhäuser (1.299 Gebäude; 48 %) und Mehrfamilienhäuser (1.244 Gebäude;
46 %)

Gebäude nach Alter: diese Daten sind natürlich wichtig, wenn es um die Sanierung und moderne Heizungskonzepte geht; demnach sind es

  • 11% vor 1919
  • 4% gebaut von 1919 bis 1948
  • 58% von 1949 bis 1978
  • 25% von 1979 bis 1990
  • 2% von 1991 bis 2000

Wämedichte: diese Kennzahl ausgedrückt in MWh/ha*a (wie viel MWh werden pro Hektar und Jahr verbraucht) ist sehr wichtig, wenn für die jeweiligen Bereiche der Stadt die optimale Lösung gesucht werden soll. Die Werte für unsere Stadt sind

  • größer 800 rund ums Rathaus
  • 400 – 800 in der Altstadt
  • 200 – 400 in den sonstigen Bereichen

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Aus dem Endbericht gibt es zahlreiche weitere Daten, die aber hier nicht genannt werden sollen, das würde den Tahlen sprengen. Dazu gehören auch die vielen technischen Möglichkeiten zur Wärmegewinnung, dafür auch die vorhandenen Quellen für die Wärmegewinnung.

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Zielsetzung Klimaneutralität: analog zum bisherigen Ziel von Bayern soll laut dem Endbericht eine Klimaneutralität bis 2040 erreicht werden; dieses Ziel (bzw. der Bericht) ist nicht mehr aktuell, weil die Bayerische Landesregierung dieses Ziel mittlerweile (April 2026) auf 2045 verschoben hat, nachdem klar geworden ist, dass bisher deutlich zu wenig zur Kommunalen Wärmewende gemacht wurde.

Drei Hebel zur Transformation: Im Bericht werden 3 Hebel beschrieben, wie die klimaneutrale Beheizung gelingen soll:

  • Suffizienz: dabei geht es um die Reduktion des Wämebedarfs durch ein verändertes Verhalten der Verbraucher, zu Beispiel durch einen bewussteren Umgang beim Heizen; daneben geht es um technische Konzepte der Wämeversorgung für einen bestimmten Bereich (ein Quartier), wodurch sich der Bedarf an Heizenergie verringert
  • Sanieren: dadurch werden die Wärmeverluste und damit auch der Wärmebedarf verringert; Sanieren ist also sehr eng bei der Suffizienz angesiedelt
  • moderne Heizsysteme: mit welchen technischen Lösungen kann der Bedarf an Heizenergie (der durch Suffizienz- und Sanierungsmaßnahmen verringert wurde) bereitgestellt werden, z.B. mit Wärmepumpe

Weiter sollen diese Hebel zum jetzigen Zeitpunkt nicht vertieft werden.

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Zusammenfassung

Die Zusammenfassung ist leider wenig hilfreich bzw. wenig konkret.

Als Wärmequelle wird auf das Kraftwerk Obernburg und damit auf die Option verwiesen, überschüssige Abwärme über den Main nach Obernburg zu leiten. Soweit bekannt ist, plant auch Erlenbach mit dieser Option, das Kraftwerk liegt leider weitestgehend auf der Gemarkung Erlenbach und eine Versorgung von Erlenbach ist deutlich einfacher als eine Trasse über den Main nach Obernburg.

Als günstige Option wird beschrieben, das vorhandene Gasnetz zu nutzen und zukünftig mit grünem Wasserstoff zu heizen. Diese Option scheidet komplett aus, Wasserstoff wird es nach dem Stand der Technik und der Entwicklung des Wasserstoffhochlaufs in Deutschland nicht zum Heizen geben. Dafür ist Wasserstoff auch viel zu teuer.

Bislang wuden einzig Wärmepumpen als tragfähige Lösung genannt, diese Art der Beheizung hat sich bereits durchgesetzt und daran wird sich auch nichts mehr ändern, sind Wärmepumpen in den allermeisten Fällen doch die effizienteste Art der Beheizung.

Was ebenfalls komplett fehlt sind Ausführungen zum Speichern überschüssiger Energie wie z.B. Thermische Energiespeicher. Zwar wurden „moderne Speichertechnologien“ immer wieder genannt, ohne diese jedoch näher zu beschreiben. Wenn es keine lokale Wärmequelle wie z.B. ein Industrieberieb gibt, ist es umso wichtiger, Überschussenergie bzw. -strom so einzuspeichern, um diese Energie später nutzen zu können.

Der Schlusssatz der Zusammenfassung ist wichtig und richtig: „Für eine schnelle Umsetzung der Maßnahmen ist die Information bzw. Einbindung der Bevölkerung von entscheidender Bedeutung.“

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Text: C. Blaufelder