Die Reichweite von E-Autos sinkt im Winter beträchtlich, bei extremen Minusgraden oder vielen Kurzstrecken nimmt der Verlust noch einmal zu.
Hauptursachen dafür sind die aufwendige Innenraumheizung, zähere chemische Prozesse im Akku und eine anfangs geringere Rekuperation (Bremsenergierückgewinnung). Zudem wird es dem Akku im Fahrzeugboden ebenfalls kalt: seine Wohlfühltemperatur liegt zwischen 20 und 40 Grad Celsius. In diesem Bereich funktioniert die Elektrochemie am besten und der Akku kann seine volle Energie-Kapazität entfalten.
Dieses Temperaturfenster zu erreichen, ist im Winter eine Herausforderung für die Technik. Um einen vollständig ausgekühlten Akku von mehreren hundert Kilogramm Masse wieder aufzuwärmen, wird eine große Menge Energie benötigt. Dabei gilt: Je größer der Akku und je kälter die Außentemperatur, desto mehr Energie ist nötig.
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Messungen des ADAC zufolge liegt der Mehrverbrauch bei Aussentemperaturen zwischen 0 und 20°C bei 20 – 30%.
Extremfall sind Aussentemperaturen unter dem Gefrierpunkt und Kurzstrecken, der Mehrverbrauch kann dann bis zu 100% betragen.