Neben den Anschaffungskosten für den Kauf eines Fahrzeuges sind die Betriebskosten von zentraler Bedeutung.
Ohne auf die Anschaffungskosten näher einzugehen, ist der Aussage von Martin Doppelbauer, Professor für Hybride und Elektrische Fahrzeuge am Karlsruher Institut für Technologie, sicherlich zutreffend: „Über die Jahre und mit wachsender Stückzahl wird sich das (der aktuell oftmals noch höhere Neuwagenpreis) ausgleichen. Letztendlich werden E-Autos günstiger als Verbrenner, weil sie weniger Teile und Produktionsaufwand haben.“ (aus SWR)
.
Betriebskosten
Die Betriebskosten werden vor allem bestimmt durch
- Tankkosten
- Wartungskosten
Wie hoch die Kosten sind bzw. ab wann sich ein E-Auto lohnt, hängt natürlich vom Fahrprofil ab, wie also das Auto eingesetzt werden soll. Je höher die km-Leistung pro Jahr, desto entscheidender werden die Tankkosten.
.
Wartungskosten
Bei diesem Punkt ist die Situation völlig klar: Die Kosten für Wartung und Inspektion für ein E-Fahrzeug sind deutlich geringer als die eines Verbrenners. Das ist unmittelbar einleuchtend, gibt es beim E-Auto doch deutlich weniger bewegliche Teile, die immer einem Verschleiß unterliegen.
So schneiden E-Autos bei der ADAC-Pannenstatistik deutlich besser ab als Verbrenner. Der Abstand erhöht sich mit zunehmedem Fahrzeugalter.
.
Tankkosten
Bei den hohen Preisen für Diesel und Benzin ist das Fahren eines E-Autos schon günstiger, wenn am Hausnetz zu Preisen von z.B. 33 ct/kWh geladen wird.
Ist eine eigene Solaranlage vorhanden, sinken die Kosten noch einmal deutlich.
Kann nicht zu Hause getankt werden, sind hier die aktuellen Tarife zu finden.
Die tatsächlichen Kosten hängen dann eben davon ab, wie oft zu Hause und wie oft unterwegs geladen werden muss.
.
Ab wann lohnt sich ein E-Auto
„Wann lohnt sich ein E-Auto für Sie wirklich“ ist der Titel eines informativen Vergleichs des SWR. Verglichen werden Diesel, Benziner und E-Autos. Viele verschiedene Parameter können eingegeben werden, als Ergebnis wird erhalten, ab wie viel Jahren sich das E-Auto lohnt.
Bei bestimmten Bedingungen ist die Wahl eines neuen E-Autos bereits ab dem ersten Tag lohnenswert. Nachfolgend ein willkürliches Beispiel für einen Kleinwagen, indem die Fahrleistung in km/Jahr sowie der Strompreise gewählt wurde:

.
Fazit
Entscheidend ist, zu wissen, was genau das Auto leisten soll und zu welchen Kosten getankt bzw. geladen werden kann.
Während der Strompreis tendenziell nicht steigen wird, durch Eigenerzeugung oder auch der neuen Möglichkeit des Energy Sharings eher fallen wird, werden sich die Spritkosten für Benzin und Diesel tendenziell erhöhen.