PFAS aus dem Abrieb von Windrädern sind keine Bedrohung für das Trinkwasser. Die anderslautenden Behauptungen der Windkraftgegner sind nachweislich falsch, für diese Behauptungen gibt es keine nachprüfbaren, wissenschaftlichen Belege und sind auf Grund der chemisch-physikalischen Eigenschaften der in den Rotorblättern von Windrädern verwendeten PFAS nicht nachvollziehbar; die immer wieder genannte Bedrohungssituationen für das Trinkwasser durch PFAS aus Windräder kann ausgeschlossen werden. Die Bedrohung für das Trinkwasser resultiert aus anderen Quellen wie z.B. Pflanzenschutzmittel oder Kältemittel.
PFAS sind ein wirklich großes Problem für die Gesundheit, das zeigen Untersuchungen bei Kindern oder Jugendlichen, die Ursachen dafür haben jedoch mit Windrädern nichts zu tun.
Ziel dieses Beitrages ist es, die Faktenlage aufzuzeigen, die verwendeten Quellen werden genannt. Jeder kann jederzeit diese Faktenlage prüfen.
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Was sind PFAS
PFAS steht für die Stofffamilie der Per- oder PolyFlourAlkylSubstanzen, zu der mittlerweile ca. 14.000 unterschiedliche Varianten bzw. Moleküle dieser Substanzen gehören. Das gemeinsame Merkmal ist deren Stabilität, wodurch sich diese im Körper sowie in der Umwelt nur sehr langsam abbauen oder zersetzen. Deshalb werden diese Stoffe auch „Ewigkeitschemikalien“ genannt.
Wichtig ist es, zu differenzieren: unter dieser großen Anzahl unterschiedlicher Moleküle befinden sich kleine (kurzkettige) und sehr große (langkettige) Moleküle. Das ist relevant, denn gefährlich sind vor allem die kleinen Vertreter der PFAS (s.u.).
Neben der Stabilität diese Substanzen sind es vor allem die fett-, schmutz- und wasserabweisenden Eigenschaften, wodurch sie in zahlreichen Anwendungen anzutreffen sind, die unser Leben angenehmer gestalten, indem diese für Oberflächen sorgen, an denen nichts haften bleibt. Eine übersichtliche Auflistung der verschiedenen Anwendungen bietet der Beitrag der Verbraucherzentrale [1].
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Warum sind PFAS gefährlich
Einige dieser 14.000 Substanzen sind gefährlich. Einmal in den Körper gelangt, reichern diese sich vor allem im Plasma, den Nieren und der Leber an und können dann Auslöser schwerer Krankheiten oder Vergiftungen sein; des Weiteren verminderte Wirkungen von Impfungen, verringerte Fruchtbarkeit, höhere Cholesterinwerte, höheres Diabetesrisiko oder erhöhte Krebsgefahr [1, 2]
Durch den weltweiten Einsatz in großen Mengen und der Verbreitung über Luft und Wasser sind PFAS weltweit überall zu finden und können sogar in Eisbären der Arktis nachgewiesen werden.
In einer deutschlandweit durchgeführten Studie mit mehr als 1.000 Kinder waren alle mit bestimmten PFAS belastet (GerES V-Studie). Ein erheblicher Teil der Kinder wies so hohe Blutwerte auf, dass eine Gesundheitsgefährdung nicht mehr sicher ausgeschlossen werden kann. Als mögliche Ursachen wurden in dieser Studie unter anderem Muttermilch, kontaminiertes Trinkwasser und Imprägniersprays identifiziert [2].
Bei einer ganz aktuellen Untersuchung von Ökotest waren alle 110 Blutproben mit verschiedenen PFAS belastet, besonders die Konzentrationen der Variante TFA zeigte bedenklich hohe Konzentrationen. TFA gelang als Abbauprodukt von Pestiziden oder aus Kältemittel in das Grundwasser [23].
Deshalb gibt es europaweit massive Anstrengungen, diese Stoffe durch unbedenklichere zu ersetzen. Dies gilt zuallererst für diejenigen PFAS, die durch Nahrung oder Kontakt mit unterschiedlichsten Produkten in den Körper gelangen können.
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Wie gelangen PFAS in die Umwelt
Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die geschätzten jährlichen Emissionen an PFAS in Tonnen, Stand 2020 [3]

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Die 6 wichtigsten Emissionsquellen von den fluorierten Gase (38.806 Tonnen, darunter Kältemittel, Treibgase, Imprägniersprays …) bis hin zu den Lebensmittelkontaktmaterialien (591 Tonnen, darunter Einwegverpackungen, Backpapier, To-Go-Geschirr …) sind für 98,9% aller PFAS-Emissionen verantwortlich.
Die Emissionen aus Windrädern sind Teil des „Energiesektor“ mit 55 Tonnen bzw. 0,08% der Gesamtemissionen.
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Es gibt weitere relevanten Quellen für den bedenklichen Eintrag von PFAS in die Umwelt:
Landwirtschaft / Pflanzenschutzmittel
in Deutschland sind 27 zum Teil krebserregende Pestizide zugelassen, die PFAS enthalten [Tagesspiegel], das Umweltbundesamt zählt 32 [UBA]. Ein bekanntes Abbauprodukt solcher fluorierten Wirkstoffe ist die Trifluoressigsäure (TFA). TFA gilt als extrem langlebig, baut sich in der Natur kaum ab und wird mittlerweile flächendeckend im Grund- und Trinkwasser nachgewiesen [4,5,21]]
Aus dem UBA-Bericht: „Da etwa die Hälfte Deutschlands aus Ackerland besteht, werden diese Chemikalien großflächig in unsere Umwelt eingebracht. Dort können sie sich im Boden anlagern, über Regen und Versickerung in Flüsse und Grundwasser gelangen sowie über die Nahrungskette in Organismen anreichern.“ [4]
illegale Entsorgung
Rastatt / BW: im Landkreis Rastatt hat ein Kompostierbetrieb illegalerweise PFAS-belastete Papierschlämme mit Kompost vermischt, der anschließend auf ca. 700 Hektar Ackerfläche ausgebracht wurde [6].
Oberhausen / NRW: in einem Neubaugebiet wurde stark PFAS-belasteter Boden festgestellt, die Sanierungsmaßnahmen belaufen sich auf mittlerweile 6,2 Mio. €; Ursache ist offensichtlich belasteter Klärschlamm, der vorher auf diese Böden ausgebracht wurde [7].
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Wie gelangen PFAS in den menschlichen Körper
Diese Chemikalien werden hauptsächlich über Lebensmittel, durch Kontakt mit Verbraucherprodukten sowie durch Trinkwasser aufgenommen; weitere Quellen sind die Außen- und Innenraumluft oder auch Hausstaub [8].
Kontakt mit Verbraucherprodukten
Nachfolgend einige Beispiele solcher Produkte wegen der fett- und wasserabweisenden Eigenschaft [1]:
- als Antihaft-Beschichtung auf Pfannen, Raclette-Geräten, Waffeleisen, Sandwich-Makern, Backformen oder Dauerbackfolien
- auf fettabweisenden Fast-Food-Verpackungen wie Gebäck- und Pommestüten oder Schüsseln aus Zuckerrohr (Bagasse)
- in Mikrowellen-Popcorn-Verpackungen
- als Zusatz in Muffinförmchen aus Papier und seltener in Backpapier
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Lebensmittel
Neben dem Kontakt von Lebensmittel mit PFAS-haltigen Verbraucherprodukten werden PFAS über tierische Erzeugnisse aufgenommen. PFAS reichern sich bevorzugt im Fettgewebe von Tieren an. Da wir am Ende der Nahrungskette stehen, gelangen die angereicherten PFAS aus der gesamten Nahrungskette (Nutztiere, Fische …) schließlich in unseren Körper.
Nicht überraschend: Untersuchungen haben folglich ergeben, dass Vegetarier und vor allem Veganer deutlich weniger PFAS aufnehmen.
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Trinkwasser
Einer Studie des BUND zufolge, sind die PFAS flächendeckend im Trinkwasser angekommen: 42 von 46 untersuchten Proben waren belastet [9].
In das Trinkwasser gelangen die wasserlöslichen Varianten der PFAS, die leider in großen Mengen eingesetzt werden (Kältemittel, Treibgase, Imprägniersprays, Löschschäume, Pestizide etc.).
Eine der Hauptursachen für PFAS im Trinkwasser ist der Einsatz PFAS-haltiger Löschschäume. In der „PFAS-Karte“ sind zahlreiche belastete Flugplätze und Militärübungsgelände verzeichnet, oftmals in der Nähe von Wasserschutzgebieten [10].
Besonders gefährliche PFAS-Vertreter sind PFOS und PFOA. Diese sind kleine, einzelne Moleküle (Perfluoroctansulfonsäure bzw. Perfluoroctansäure) mit einer Kohlenstoff-Fluor-Kette und einer funktionellen Gruppe. Sie wirken wie Tenside, sind wasserlöslich und mobil, und genau deshalb verteilen sie sich in Böden, Gewässern und Organismen und reichern sich an.
Die Grafik des BfU (Bayerisches Landesamt für Umwelt) zeigt die maßgeblichen Wege der PFAS in unser Trinkwasser [12]:

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Übersicht der PFAS-Verbreitung
Der Bundesverband der dt. Energie- und Wasserwirtschaft BDEW hat im folgenden Schaubild des Umweltbundesamtes versucht, typische Wege der PFAS in unseren Körper zu skizzieren [11,2]:

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Wozu braucht es PFAS bei Windrädern
Bei den Windrädern sind die Flügel / Rotorblätter mit in der Regel Polyurethan-basierten Beschichtungen geschützt. PFAS- bzw. fluorhaltige Lacke (etwa FEVE oder PVDF) kommen teils als witterungsbeständige Deckschichten zum Einsatz, aber nicht flächendeckend und die genaue Zusammensetzung hängt vom Hersteller ab. Den Angaben der Windenergiebranche zufolge gibt es bereits PFAS-freie Beschichtungen [13].
Die PFAS sind in den Beschichtungen als feste Polymere chemisch und physikalisch gebunden. Sie liegen dort nicht als flüssige oder frei lösliche Chemikalien vor.
Durch diese PFAS-haltige Deckschicht ist die Beschichtung stabiler, der Abrieb wird verringert. Die Geschwindigkeit an den Spitzen langer Flügel kann 300 km/h betragen, die Beanspruchung der Flügelkanten dementsprechend sehr hoch. Ohne diesen Stabilisator PFAS würde der Lack durch Luftpartikel (Staub etc.) wesentlich schneller abgerieben, es entstünde mehr Abrieb an Mikroplastik.
Alle Hersteller sind intensiv auf der Suche nach ähnlich beständigen, aber unbedenklicheren Stabilisatoren für die Deckschicht. Die Windkraftindustrie versucht daher vermehrt, auf PFAS-freie Alternativen umzustellen, da im Zuge von geplanten EU-Beschränkungen die Verfügbarkeit von PFAS langfristig eingeschränkt werden könnte.
Daneben sind PFAS wie in vielen Maschinen und Anlagen Bestandteil üblicher Komponenten wie: Kabelisolierungen, Schmierstoffe und Fette, Dichtungen, Schaltanlagen etc..
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Welche Mengen an PFAS gelangen durch Windräder in die Umwelt
Durch Windkraftanlagen gelangen PFAS auf hauptsächlich auf 2 Wegen in die Umwelt: als Bestandteil des Abriebs sowie gegebenenfalls bei der Entsorgung.
Mikroplastik-Emissionen
Der Abrieb von Rotorblättern bei Windrädern zählt zu Mikroplastik. Die Emission von Mikroplastik wird in Deutschland insgesamt auf 330.000 Tonnen pro Jahr geschätzt. Die größten Quellen an Mikroplastik sind Reifen (102.090 t/a), Abfallentsorgung (24.981 t/a) sowie durch Asphalt (18.810 t/a) [14].
Für den Abrieb aus Windrädern werden unterschiedliche Zahlen für die jährlichen Emissionen genannt. Die Spanne reicht von 90 Tonnen insgesamt bzw. ca. 3 kg pro Windrad und Jahr [15], 66 Tonnen [16] bis zu 2 Tonnen bzw. 50 g pro Windrad und Jahr [17]
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PFAS aus dem Abrieb
PFAS werden dem Deckschicht-Lack als Stabilisator zugegeben. Zum Anteil der PFAS in diesen Lacken in % liegen keine Informationen vor, vermutlich weil es sich um relevante Betriebsgeheimnisse handelt.
Bei der Recherche üblicher Konzentrationen von PFAS als Additiv in flüssigen Lacksystemen werden dann Werte von 1,5% bezogen auf des Feststoffanteil genannt.
Wie auch immer, die durch den Abrieb freigesetzte Menge an PFAS ist äußerst gering, eingebunden in die Lack-Kunststoff-Partikel sind diese zudem wasserunlöslich.
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PFAS aus der Entsorgung
Wie bei der Entsorgung aus vielen Maschinen / Anlagen können PFAS aus der Entsorgung von Windkraftanlagen in die Umwelt gelangen. Diese Emissionsquelle wird als relevanter gegenüber dem Abrieb eingeschätzt. Ob und in welchem Maße es zu PFAS-Freisetzungen kommt, hängt von der Art der Entsorgung ab.
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Windräder sind nicht das Problem
Die im Vergleich zu den Gesamtemissionen an Mikroplastik bzw. PFAS aus Windrädern gegenüber den Gesamtemissionen wird deutlich, dass alleine auf Grund der sehr geringen Menge, Windkraftanlagen nicht das Problem sind.
Aus einem aktuellen Beitrag des BfU (Bayerisches Landesamt für Umwelt) ist zu erkennen, dass die höchste Dichte an Windrädern in Norddeutschland, die höchsten PFAS-Konzentrationen in Oberböden aber in Süddeutschland zu finden ist [18].
Deutlicher kann kaum dargestellt werden, dass Windräder nicht das Problem sind, wenn es um PFAS-Belastungen von Böden geht.
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Sind die PFAS aus dem Abrieb von Windrädern gefährlich?
Nein, entgegen der Behauptungen der Windkraftgegner sind diese PFAS im Vergleich zu den wirklich bedenklichen Vertretern nicht gefährlich.
Die in den Lacken von Windrädern eingesetzten PFAS sind vor allem Vertreter der Flourpolymere (auch als hochleistungskunststoffbasierte PFAS bezeichnet); diese Fluorpolymere gelten als sogenannte „Polymers of Low Concern“ (Polymere mit geringem Risiko), da sie chemisch gebunden, fest und nicht wasserlöslich sind.
Zur Gruppe der Flourpolymere gehören z.B. auch PTFE (Teflon), PVDF oder FEVE; dies Polymere sind sehr große, feste Kunststoffmoleküle und kaum löslich, gelten deshalb als weniger bioverfügbar, sind aber dennoch extrem langlebig.
Aus diesem Grund gibt es eine aktuelle Initiative der Industrie, diese spezielle Gruppe nicht in einem Topf mit den gefährlichen PFAS-Vertretern zu werfen: „Anders als jene PFAS, für die Risiken für Mensch und Umwelt bereits nachgewiesen wurden, sind Fluorpolymere weder mobil noch bioakkumulativ und gelten nach aktuellem Wissensstand als toxikologisch unbedenklich. Allerdings können bei ihrer Herstellung und Entsorgung andere Stoffe entstehen, die schädlich sein können. Dennoch lässt sich die Frage aufwerfen: Sollten Fluorpolymere genauso behandelt werden wie alle anderen PFAS, die im Mittelpunkt der regulatorischen Debatte stehen?“ [19].
Diese Einschätzung speziell zu den Flourpolymeren gilt also nicht für die gefährlichen, vor allem wasserlösliche PFAS, z.B. die PFOS oder PFOA (s.o.) oder solche, die in Pflanzenschutzmitteln (Pestiziden) verwendet werden. Der Eintrag dieser wasserlöslichen PFAS in die Umwelt muss zwingend minimiert werden.
Allgemein: der Eintrag von Ewigkeitschemikalien in die Umwelt muss verringert werden, die Windkrafthersteller wie auch andere Branchen arbeiten daran.
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Wie ist die nationale und europäische Rechtslage
Gemäß eines PFAS-Beschränkungsvorschlags [20] auf EU-Ebene soll ein Großteil der PFAS aus der Herstellung und Verwendung genommen werden – und nur noch dort zum Einsatz kommen, wo die nützlichen Eigenschaften der Stoffe die Nachteile für Mensch und Umwelt überwiegen, beispielsweise in medizinischen Produkten.
Ein anderes Beispiel auf EU-Ebene ist das EU-Verpackungsgesetz [21], welches ab August 2026 PFAS-Grenzwerte für Verpackungen festlegt, die den Einsatz von PFAS verhindern sollen.
Zu Recht wird das Thema PFAS national und international diskutiert. Zahlreiche Fachverbände drängen auf eine differenzierte Bewertung, was auf Grund der sehr großen chemisch-physikalischen Unterschiede der einzelnen PFAS-Varianten nachvollziehbar ist [19, 22].
Pestizide sind von diesem Beschränkungsvorschlag ausgenommen, da sie tendenziell über die Pflanzenschutzmittelverordnung (Verordnung (EG) 1107/2009) reguliert werden können. Aktuell sieht die Verordnung jedoch nicht direkt vor, Pestizide aufgrund ihrer Eigenschaft als PFAS oder ihrer hohen Persistenz zu regulieren. National können solche Regelungen durchaus etabliert werden.
Dass sehr wohl national gehandelt werden kann, zeigt ein Blick nach Dänemark: dort wird keine Zulassungen mehr für Pflanzenschutzmittel mit sehr beständigen Wirkstoffen (mit Halbwertszeiten von mehr als 180 Tagen) erteilt. Deutschland könnte sich an unserem nördlichen Nachbarn ein Beispiel nehmen [4]. Möglicherweise ist aber die Agrarlobby in Dänemark nicht so mächtig wie die in Deutschland, die meistens auch den (CSU) Bundeslandwirtschaftsminister stellt.
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Fazit
PFAS sind ein echtes Problem für Mensch, Tier und Umwelt. Durch ihre sehr hohe chemische Stabilität zersetzen diese sich extrem langsam und werden deshalb zu Recht als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet. Durch ihre schmutz-, fett- und wasserabweisende Wirkung finden sich PFAS in zahlreichen Anwendungen des täglichen Lebens.
PFAS bezeichnet eine Stofffamilie mit ca. 14.000 unterschiedlichen Substanzen. Gefährlich sind vor allem die wasserlöslichen PFAS, da dieser über das Grundwasser, Trinkwasser, die Muttermilch oder durch Kontakt mit Nahrungsmittelverpackungen in unseren Körper gelangen können.
Die im Abrieb von Windkraftanlagen enthaltenen Flourpolymere sind einerseits in den Lackkunststoff eingebunden, zudem nicht wasserlöslich und kaum bioverfügbar.
Vom Abrieb aus den Windrädern geht deshalb keine Gefahr für das Trinkwasser aus.
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Dr. Christian Blaufelder
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Dieser Beitrag wurde am 09.10.2026 ebenfalls bei Meine-News veröffentlicht.
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Quellen
[3] https://www.mdr.de/themen/wissen/umwelt-klima/koennen-pfas-die-energiewende-stoppen-mdr-100.html\]:
[4] https://www.umweltbundesamt.de/pfas-haltige-pestizide-in-der-landwirtschaft
[10] https://pfaskarte.de/blog/pfas-flughaefen-militaer-wasserschutzgebiete
[11] https://www.bdew.de/media/documents/2025-01-09_Final_PFAS_Gutachten_UK_Bonn_BDEW.pdf
[12] https://www.lfu.bayern.de/analytik_stoffe/pfas/index.htm
[13] WindEurope – statements on PFAS restrictions, April 2023
[18] https://gruene-obernburg.de/wp-content/uploads/2026/10/Windenergie-und-PFAS_LfU_261007_094636.pdf
[20] https://www.umweltbundesamt.de/themen/pfas-sollen-eu-weit-beschraenkt-werden
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