Wärmewende: Sandspeicher oder Sandbatterie

Ein Sandspeicher ist eine Variante eines Thermischen Energiespeichers, dessen Inhalt durch überschüssigem Strom aus Solar- oder Windkraftanlagen aufgeheizt wird, um anschließend diese gespeicherte Wärme kontrolliert abgeben zu können.

Bei den Füllungen dieser Speicher kommen zahlreiche Stoffe zum Einsatz: Gesteine, flüssige Salze, Wasser oder eben auch Sand.

Sand hat eine hohe Wärmekapazität, kann also sehr viel Wärme speichern.

Das Bild stammt von einem Sandspeicher, der nun in Finnland im Einsatz ist und diese Stadt Pornainen mit 5000 Einwohnern mit Heizwärme versorgt (hier der Link zum Artikel). Diese Sandbatterie hat eine Leistung von 1 MW und kann 100 MWh Wärmeenergie speichern.

Als „Sand“ wurde in diesem Fall gemahlener Speckstein verwendet, der als Abfallprodukt aus einer Fabrik zur Verfügung stand.

Bei den Kosten werden 4 – 10 $/kWh angegeben, was für einen Speicher ein faszinierend niedriger Wert wäre, Li-Ionen-basierte Speicher (die üblichen Li-Batterien) liegen aktuell bei ca. 70 $/kWh.

Die weitere Entwicklung läuft, weitere Projekte sind geplant und auch Tüftler lassen sich inspierieren, wie ein Schweizer Elektriker im Beitrag der CHIP oder ebenfalls ein Sandspeicher für Zuhause eines dt. Ingenieurs.

Fazit: liegt überschüssiger Strom aus Erneuerbaren Energiequellen vor, lassen sich solche Sandbatterien aufladen und können damit zur preisgünstigen Wärmeversorgung z.B. eines Quartiers beitragen. Ansonsten kann es auch wirttschaftlich sein, diese Batterie dann mit Strom aus dem Netz aufzuladen, wenn die Strompreise an der Börse sehr niedrig sind.

Text: C. Blaufelder