Wärmewende: PVT-Module

PVT steht für Photovoltaik-Thermie-Hybridmodule. Eine sperrige Bezeichnung, aber es ist einfach eine Kombination aus Photovoltaik und Solarthermie.

Auf der Oberseite der Module wird aus Sonnenlicht Strom erzeugt, auf der Rückseite Wärme mit Hilfe eines Wärmetauschers. Wird mit dieser Wärme eine Wämepumpe versorgt, kann damit die komplette Wärmeversorgung fossilfrei, klimaneutral erreicht werden.

Diese neue Technologie wurde im Endbericht zur Kommunalen Wärmeplanung unter Solarthermie auf Seite 66 zwar erwähnt, leider jedoch nicht weiter erläutert.

Dabei zeigen realisierte Projekte wie das der Kita in Langenfeld (NRW), wie damit die komplette CO2-neutrale Wärmeversorgung einer kommunalen Einrichtung realisiert werden kann.

Die Vorteile der PVT-Technologie sind:

  • eine begrenzte (Dach-) Fläche kann so maximal effizient genutzt werden
  • lärmfrei, da es keine Aussen-Wärmepumpe gibt; die Wärmetauscher auf der Unterseite gewinnen auch nachts Wärme aus der Umgebungsluft
  • höherer Wirkungsgrad der Photovoltaik-Module: durch die kontinuierliche Wärmeabfuhr auf der Rückseite, erhöht sich der Wirkungsgrad der Solarzellen zur Stromgewinnung

Der Nachteil der PVT-Technologie sind die deutlich höheren Kosten gegenüber der reinen Photovoltaik-Module. Das wäre aber ein „Äpfel-Birnen-Vergleich“, denn verglichen werden darf nur die Gesamtlösung zur Strom- UND Wärmegewinnung. Ob es sich also tatsächlich um einen Nachteil handelt, kann nur der Vergleich des Gesamtsystems für den konkreten Fall zeigen.

Fazit: wie immer ist es eine wirtschaftliche Abwägung, welche Technologie für eine klimaneutrale Beheizung unserer Stadt zum Tragen kommt, die PVT-Module können dabei ein wichtiger Baustein sein.

Text: C. Blaufelder